Der Zauber von Puglia, Alentejo und dem Peloponnes
Suchst du einen Urlaub in Südeuropa, der mehr bietet als Sonne und Strand? Wenn dich Kultur, Authentizität und Ruhe anziehen, gibt es drei Regionen, die sich besonders gut für eine besondere Reise eignen: Puglia in Italien, der Alentejo in Portugal und der Peloponnes in Griechenland. Jede dieser Regionen hat ihren eigenen Charakter und ihr eigenes Tempo. Und doch teilen sie eine entspannte Atmosphäre, jahrhundertealte Traditionen und Landschaften, die dazu einladen, entdeckt zu werden. In diesem Artikel nehmen wir dich mit auf eine Reise durch diese drei Gebiete – mit Geschichten, Eindrücken und Momenten, die dir helfen zu spüren, welcher Ort deinem nächsten Urlaub Farbe verleihen könnte.

Puglia, Italien
Authentische Dörfer mit Trulli-Häusern, eine abwechslungsreiche Küste mit Klippen und Buchten, erschwinglich und noch vergleichsweise ruhig.
Erleben: Lokales Olivenöl und Orecchiette-Pasta, Spaziergänge durch weiße Städte wie Ostuni, entspannte Tage an der Adriatischen oder Ionischen Küste.
Tipp: Kombiniere einen Aufenthalt im Hinterland mit ein paar Tagen am Meer – so erlebst du Puglia in all seinen Facetten.

Alentejo, Portugal
Ein ruhiges, wenig bekanntes Gegenstück zur Algarve mit sanften Hügeln, Korkeichenwäldern und weiß getünchten Dörfern.
Erleben: Eine wilde Küste mit Surfstränden, Weinverkostungen in kleinen Weingütern, frische Fischgerichte in einfachen Lokalen.
Tipp: Mit dem Mietwagen lassen sich sowohl das Binnenland als auch die Costa Vicentina ideal erkunden – für starke Kontraste in kurzer Zeit.

Peloponnes, Griechenland
Historische Stätten und traditionelle Dörfer, kombiniert mit ruhigen Stränden und einem entspannten Preisniveau.
Erleben: Olympia und Mykene entdecken, in Tavernen direkt am Meer essen, Roadtrips entlang von Buchten und Olivenhainen.
Tip: Plane eine Route, die Küste und archäologische Stätten verbindet – so entsteht ein ausgewogenes Reiseerlebnis.
Puglia: Die sonnenverwöhnte Ferse Italiens
Schon bei der Ankunft in Puglia fallen die endlosen Olivenhaine ins Auge. Die Landschaft wirkt weit und ruhig, fast so, als würde die Zeit hier langsamer vergehen. Die Küste erstreckt sich entlang der Adria und des Ionischen Meeres und überrascht mit großer Vielfalt. In Gallipoli findest du breite Strände, an denen das Leben entspannt dahinzieht. Rund um Otranto hingegen verstecken sich kleine Buchten zwischen Felsen – perfekt für alle, die Ruhe suchen und stundenlang im klaren Wasser treiben möchten. Klippen, kleine Strände und lebendige Küstenorte wechseln sich ab und machen jede Fahrt zu einer Entdeckungsreise.
Weiße Dörfer und barocke Kirchen
In Städten wie Lecce erlebst du barocke Kirchen und Palazzi, die im warmen, goldenen Licht leuchten. Es fühlt sich an, als würdest du durch ein Freilichtmuseum spazieren. Kleine Ateliers, Keramikläden und versteckte Innenhöfe lassen dich den Alltag in einem anderen Rhythmus wahrnehmen.
In Alberobello ziehen die Trulli mit ihren kegelförmigen Dächern sofort in ihren Bann. Ostuni, die „weiße Stadt“, thront hoch über der Landschaft und lädt dazu ein, durch enge Gassen zu schlendern.
Auch weniger bekannte Orte lohnen sich. In Locorotondo, auf einem Hügel gelegen, liegt der Duft von Blumen und frischem Brot in der Luft. An Sommerabenden mischen sich Musikklänge unter die Stimmen der Einheimischen. In Polignano a Mare scheinen die Häuser über den Klippen zu schweben, mit Blick auf türkisfarbenes Wasser. Im Hinterland findest du kleine Dörfer, in denen das Leben noch draußen stattfindet und der Tourismus kaum spürbar ist.
Kultur und Geschichte in Puglia
Puglia erzählt Geschichten alter Zivilisationen. Beim Castel del Monte, der geheimnisvollen achteckigen Burg, scheint das Mittelalter noch greifbar. In Brindisi stehst du an einem Ort, von dem einst Reisende Richtung Osten aufbrachen.
Weiter im Landesinneren liegen alte Masserien – befestigte Gutshöfe –, die heute oft als stimmungsvolle Unterkünfte dienen. Und nur wenige Kilometer entfernt, jenseits der Regionsgrenze, beeindrucken die Höhlenwohnungen von Matera mit ihrer besonderen Geschichte. Griechische, römische, arabische und normannische Einflüsse haben hier ihre Spuren hinterlassen. Jedes Dorf erzählt sein eigenes Kapitel.
Orecchiette, Burrata und Olivenöl
In kleinen Tavernen schmeckst du Gerichte, die tief in der Region verwurzelt sind: Orecchiette, cremige Burrata, Olivenöl, das mehr ist als ein Produkt – es ist Teil der Identität. Frischer Fisch, gegrilltes Gemüse und knusprige Taralli gehören zum Alltag.
Die Weinregionen Manduria und Salento sind bekannt für kräftige Primitivo-Weine, aber auch für frische Weißweine, die an warmen Abenden perfekt passen. Essen bedeutet hier Teilen, Genießen und die Region mit allen Sinnen zu erleben.
Praktische Tipps für Puglia
Puglia ist gut erreichbar über Bari oder Brindisi. Ein Mietwagen erleichtert es, auch abgelegene Orte zu entdecken. Frühling und Herbst gelten als ideale Reisezeit: angenehm warm und weniger belebt. Viele Orte haben autofreie Zentren – leichtes Gepäck ist daher praktisch.
Alentejo entdecken: Das stille Herz Portugals
Fährst du von Lissabon in den Alentejo, öffnet sich die Landschaft spürbar. Weite Ebenen, Korkeichen und sanfte Hügel bestimmen das Bild. Weiße Dörfer setzen klare Akzente im Licht. Hier herrscht ein anderes Tempo – ruhig, offen, unaufgeregt. Im Frühling leuchten Blumen in Gelb und Grün, im Sommer legt sich ein goldener Schleier über die Hügel. Der Alentejo lädt dazu ein, langsamer zu werden.
Küste und Städte
Die Küste ist wild und ursprünglich. Bei Zambujeira do Mar brechen die Atlantikwellen kraftvoll an den Felsen, während Odeceixe mit einer geschützten Bucht überrascht. Die gesamte Westküste gehört zum Naturpark Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina – ein Mosaik aus Klippen, Dünen und Wanderwegen.
Im Landesinneren zeigt sich ein anderes Gesicht. In Évora liegen ein römischer Tempel, eine gotische Kathedrale und schattige Plätze dicht beieinander. Die Geschichte scheint hier Schicht für Schicht sichtbar zu sein.
In Orten wie Monsaraz oder Marvão wirkt die Zeit fast angehalten. Von den Burgmauern reicht der Blick weit über Weinberge, Olivenhaine und Seen. Die Stille ist greifbar.
Kultur und Lebensart
Der Alentejo bewahrt Traditionen, die weit zurückreichen. Megalithische Steinkreise stehen still in der Landschaft. In kleinen Lokalen erklingen melancholische Gesänge, die Atmosphäre verdichten.
Handwerk spielt eine große Rolle: gewebte Teppiche aus Arraiolos, Keramik aus Redondo, Produkte aus Kork. Die Küche ist bodenständig und reich zugleich – Eintöpfe, Brotsuppen, Käse, kräftige Weine, aromatischer Honig. Gegessen wird langsam. Und gelebt auch.
Praktische Tipps für den Alentejo
Erreichbar ist die Region über Lissabon oder Faro. Ein Mietwagen ist fast unverzichtbar. Frühling und Herbst bieten die besten Bedingungen. Im Sommer kann es im Binnenland sehr warm werden – frühe Tageszeiten eignen sich dann besonders gut für Erkundungen.
Peloponnes entdecken: Mythen, Berge und Meer
Auf dem Peloponnes scheint jede Landschaft eine Geschichte zu erzählen. Das große, vielfältige Gebiet wirkt fast wie ein eigenes Land – mit Bergen, Tälern und zerklüfteten Küsten. Die Vielfalt reicht von ruhigen Stränden bis zu hoch gelegenen Bergdörfern und eindrucksvollen archäologischen Stätten.
Küste und Strände
An der Westküste liegt Kalamata mit breiten Stränden und entspannter Atmosphäre. Weiter südlich erstreckt sich die Mani-Region, geprägt von steilen Bergen und markanten Küstenlinien.
Im Osten findest du kleine Buchten zwischen Pinien und Felsen. In Messenien laden lange Sandstrände zum Verweilen ein. Selbst in der Hochsaison lassen sich ruhige Orte entdecken.
Städte und Dörfer
Nafplio verzaubert mit venezianischer Architektur, kleinen Plätzen und einer Uferpromenade, die abends zum Flanieren einlädt. Monemvasia hingegen liegt wie eine steinerne Insel vor der Küste, verbunden durch einen schmalen Damm.
Im Landesinneren warten Bergdörfer wie Dimitsana oder Stemnitsa. Hier fühlt sich das Leben unverändert an. Honig, Kräuter und Nüsse werden angeboten, während im Schatten Tavli gespielt wird.
Kultur und Geschichte
Der Peloponnes ist reich an historischen Orten. In Olympia beginnt die Geschichte der Olympischen Spiele. Das Theater von Epidaurus fasziniert mit seiner Akustik. Mykene führt zurück in die Welt antiker Mythen.
Byzantinische Kirchen, mittelalterliche Burgen und abgelegene Klöster liegen oft spektakulär in der Landschaft. Geschichte wird hier nicht ausgestellt – sie ist Teil des Alltags.
Die Küche ergänzt das Erlebnis: Oliven aus Kalamata, Feta, Moussaka, Joghurt mit Honig und frisch gegrillter Fisch. Einfach, frisch und unverfälscht.
Praktische Tipps
Über Athen ist der Peloponnes gut erreichbar. Mit dem Mietwagen hast du maximale Freiheit. Besonders Frühling und Herbst sind ideal: milde Temperaturen, grüne Landschaften und angenehme Ruhe.
Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Was diese drei Regionen verbindet, ist ihre Authentizität. Sie sind nicht auf Massentourismus ausgerichtet, sondern laden zu echtem Erleben ein. Ob in den Gassen von Ostuni, bei einem Glas Wein im Alentejo oder zwischen den Ruinen von Epidaurus – überall spürst du Echtheit.
Und doch unterscheiden sie sich deutlich. Puglia ist lebendig und genussvoll. Der Alentejo still und weit. Der Peloponnes groß und geschichtsträchtig.
Welche Region passt zu dir?
Sehnst du dich nach Meer, Kultur und Kulinarik, könnte Puglia dein Ort sein. Suchst du Ruhe und Weite, bietet der Alentejo Raum zum Durchatmen. Möchtest du Natur, Strände und Geschichte verbinden, entfaltet der Peloponnes seine Stärke.
Egal wofür du dich entscheidest: Hier wird Reisen wieder zu einer Erfahrung – nicht zum Abhaken von Sehenswürdigkeiten.
Praktische Hinweise
Für alle drei Regionen eignen sich Mai, Juni, September und Oktober besonders gut. Ein Mietwagen sorgt für Flexibilität. Preislich sind Puglia und der Alentejo oft etwas günstiger, besonders außerhalb der Hochsaison. Ob Ferienhaus, kleine Villa oder Boutique-Hotel – überall erwartet dich eine entspannte Atmosphäre.
Lass dich inspirieren
Sonne, Kultur und Tradition weisen den Weg. Ob im hellen Licht Puglias, in der Weite des Alentejo oder zwischen den mythischen Bergen des Peloponnes – jede dieser Regionen lädt dazu ein, langsamer zu reisen und neu zu entdecken, was unterwegs wirklich zählt.
Neugierig, wo du das Beste aus deinem Aufenthalt herausholst? Lass dich von unserer Reiseberatung begleiten und finde die Unterkunft, die zu deinem Tempo und deinen Wünschen passt.
